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Ludwig Paischer scheidet bei der WM in Paris nach einer fragwürdigen Kampfrichterentscheidung in der zweiten Runde aus.
In seinem ersten Kampf besiegt er erstmals seinen Angstgegner Nijat Shikhalizada (Aze) klar nach 3:38 Minuten mit Ippon. Er dominiert auch den Kampf gegen Beslan Mudranov aus Russland und führt schon bald mit einer Waza-ari Wertung. Nach rund 3:30 Minuten Kampfzeit setzt Lupo zu einer Aktion an, die zu Sieg geführt hätte jedoch nicht gewertet wurde. Zu allem Überdruss wird ihm die Aktion als Strafe ausgelegt, wodurch der Russe mit Yuko anschreibt. Mit der Strafe im Hinterkopf möchte der Strasswalchener seine Kampfstrategie ändern und wird in seinem nächsten Angriff klassisch vom Russen ausgekontert.
Lupos Trainerteam bescheinigt ihm eine Form wie schon lange nicht mehr und ist auf Grund der krassen Fehlentscheidung des Kampfrichters konsterniert. Taro Netzer – Landesverbandstrainer in Salzburg: „Die Strafe war eine klare Fehlentscheidung. In eine laufende Aktion darf er so nicht eingreifen, wenn er schon nicht die Ippon-Wertung für Lupo ausspricht, dann muss er zumindest die Strafe rückgängig machen! Das tut weh und ist Frust pur!“
Auch von Team fremden Personen, wie vom Deutschen Judo-Bund-Präsidenten Peter Frese, wurde Lupo nach dem Kampf Mut zugesprochen: „Du hast super gekämpft, aber drastisch formuliert haben sie dich bei der Entscheidung verarscht!“
Die Judo-Regeln besagen, dass alle Kampfrichterentscheidungen zu akzeptieren sind und jeder Einspruch verboten ist. In diesem Sinne ist auch Ludwig Paischer eine Stunde nach dem Kampf wieder gefasst: „Ich hatte eine ungünstige Auslosung, jedoch so gut gekämpft wie schon die letzten 12 Monate nicht mehr. Ich hoffe dass sich das Pech und die fragwürdigen Entscheidungen in London zu meinem Gunsten gedreht haben!“
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